Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen:

1.    Lage in der Region/Zugehörigkeit

Hinterweiler liegt 10 km nordwestlich der Kreisstadt und dem Verbandsgemeindesitz Daun und 10 km östlich Gerolsteins. Die Haupterschließung erfolgt über die Kreisstraßen 35 und 36 zu den nahen liegenden B 410/421 nach Daun/Gerolstein. Das Oberzentrum Trier (Sitz der ADD) liegt ca. 80 km entfernt.

Der Ortsgemeinde Hinterweiler ist im regionalem Raumordungsplan  die Funktion "L" zugewiesen; sie liegt im ländlich geprägten Raum und wird dem Raumtyp III b (Region mit besonders ungünstiger Wirtschaftsstruktur) zugeordnet.

2.    Einwohnerentwicklung

Hinterweiler hatte 1975 mit 283 Einwohnern den Höchststand nach 1945 in seiner Entwicklung hinsichtlich der Bevölkerungszahl. Seit 1970 ist die Zahl der Einwohner stark rückläufig. Am 31.12.1991 hatte die Ortsgemeinde noch 233 Einwohner (stat.LA), so dass in 20 Jahren ca. 12 % Bevölkerungsverluste zu verzeichnen waren. Mit aktuellem Stand von 262 Einwohnern (31.12.2002) konnte dieser Trend gestoppt und in eine gegenläufige Richtung gebracht werden. Die Errichtung von Neubauten, der Zuzug von kinderreichen Familien und eine Bewusstseinsänderung von Jugendlichen und jüngeren Menschen wirken sich auch heute noch positiv aus.

3.    Örtliche Infrastruktur

Gemeindebedarfs- /öffentliche Einrichtungen:

Gewerbliche Betriebe:

a) Konrad Ackermann, Hauptstraße 34            Holzrückunternehmen

b) Helmut Assion, Im Hahn 5                            Bau- und Möbelschreinerei

c) Herbert Lowey, Zum Ernstberg 22 a            Bezirksvertretung Schwäbisch Hall

d) Berlingen GmbH, Alter Weg 3                     Fensterbau und Bestattungen

e) Petra Kirwel, Im langen Hof                         Massagepraxis

f) Franz Kaster                                                Partyservice und Wohnmobilverleih                   

4. Arbeitsplatzangebot:

Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gibt es in Hinterweiler ein noch zu geringes Arbeitsplatzangebot. Dem soll durch ein eigenes Gewerbegebiet entgegen gesteuert werden. Alle übrigen Arbeitnehmer müssen pendeln.

5. Zusammenfassende Wertung:

Der ländliche Lebensraum hat innerhalb von wenigen Jahren einen stärkeren Wandel erlebt als in Jahrhunderten zuvor. Der Ort Hinterweiler war über Jahrhunderte hinweg bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts eindeutig landwirtschaftlich dominiert. Nach 1971 gab es noch insgesamt 32 landwirtschaftliche Betriebe bei ca. 70 Haushalten. Durch die Veränderung der Produktionsformen in der Landwirtschaft arbeiten inzwischen immer mehr Menschen außerhalb des Wohnortes. Diesem Trend soll durch Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem Gemarkungsbereich der Ortsgemeinde entgegen gesteuert werden.

Die Entwicklung zum reinen Wohnort zeichnet sich ab. Eine wesentliche Aufgabe im Ort wird es auch in Zukunft sein, dieser Entwicklung gerecht zu werden. Das Ortsbild hatte in den vergangen Jahrzehnten durch einen überdimensionierten Straßenbau (K 35 und K 36) sowie ortbildschädlichen Um- und Neubauten stark gelitten. Der Ortskern war hinsichtlich Bepflanzung regelrecht ausgeräumt. Die Entwicklung eines Dorferneuerungskonzeptes und die Einbeziehung in die Erschließungsplanung bei Neubaugebieten haben sicherlich hier eine positive Veränderung gebracht.

Die durch den Rückgang in der Landwirtschaft leer stehenden Ökonomiegebäude warfen dabei zusätzliche Probleme auf. Durch Teilnahme an der Denkmalbörse für leer stehende Ökonomiegebäude konnte erreicht werden, dass kein leer stehendes Gebäude innerhalb der Ortslage mehr vorhanden ist.