Ein Dorf im Wandel der Zeit
Konzeption und deren Umsetzung:
Ausgangssituation:
Beginnend mit dem Jahr 1997 wurde zunächst im gesamten Ortsbereich die Kanalisation auf das Zweikanalsystem umgestellt. Die Einleitung des Schmutzwassers erfolgt die Kläranlage Lissingen.
Parallel hierzu wurden im Rahmen des Entwicklungsprogramms der Dorferneuerung aus dem Jahre 1991/1992 die Konzepte umgesetzt. Der Rückgang der Landwirtschaft bedingte, dass im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung das Dorf als eigenständiger Lebensraum mit den jeweiligen Unverwechselbarkeiten und regionalen Eigenarten erhalten werden. Die Dorferneuerung sollte dabei dem Spürbaren Rückgang der Bevölkerung entgegenwirken, und dabei auch die ökologischen Sichtweisen in allen Bereichen berücksichtigen. Sie wurde dabei weder als ein fachlich enges, noch als zeitlich begrenztes Geschehen angesehen, sondern als ein langfristiger und permanenter Prozess.
Hierzu wurden die nachfolgenden aufgelisteten Maßnahmen eingeleitet:
Die in den 70er und 80er Jahren entstandenen Neubaugebiete stellten zwar ausreichende Bauflächen bis zur Jahrtausendwende bereit, sie genügten jedoch nicht den aus der Dorfentwicklung resultierenden Ansprüchen an eine dorfgerechte bauliche Gestaltung. Auf diese Forderungen wird im Rahmen der Erschließungsplanung des Neubaugebietes "Am Beiengarten" in sehr großem Maße eingegangen.
Den Problemfeldern stehen jedoch auch Qualitäten gegenüber:
Die reizvolle landschaftliche Lage unterhalb des Ernstbergs birgt ein gewisses Potential für den Fremdenverkehr. Die günstige Lage zur zukünftig ausgebauten A 1 führt zu einer guten Erreichbarkeit aus dem Köln-Düsseldorfer-Raum (Naherholungsgebiet ca. 75 km Luftlinie bis Köln).
Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von denkmalwerten und ortsprägenden Gebäuden im Ort, die in ihrem ortstypischen Charakter erhalten werden müssen. Im Rahmen der Umsetzung des Dorferneuerungskonzeptes konnte entlang gesamten Hauptstraßen auf die Gestaltung der Gehwege, der gemeindlichen und privaten Vorplätze, wie auch auf die Hausgestaltung eingewirkt werden. Nach Fertigstellung der Straße war und ist eine starke Akzeptanz der Anlieger feststellbar.
Zusammenfassend ist grundsätzlich die Einschätzung zu treffen, dass der ort nur unter großen Anstrengungen in der Lage sein wird, den strukturellen Wandel vom ehemals landwirtschaftlichen geprägten Dorf zu einer Wohngemeinde mit Ansätzen zu einer Fremdenverkehrsgemeinde zu bewältigen. Die baulichen Maßnahmen in den letzten Jahren lassen aber die berechtigte Hoffnung zu, dass dies in den nächsten Jahren abgeschlossen werden kann.